Bewußtseinskontrolle bei Scientology

– Verhaltenskontrolle
– Gefühlskontrolle
– Gedankenkontrolle
– Informationskontrolle
 
Verhaltenskontrolle
 
Trainingsroutinen (TRs)
 
Der Person wird erzählt, daß die TRs ihre Kommunikationsfähigkeit steigern werden, nicht, daß die TRs hypnotisch, trance-induzierend sind und sie damit empfänglicher für jegliches Material, dem sie anschließend in dem Kursraum von Scientology ausgesetzt werden, macht.

TRs sind eine Kombination aus vielen Bewußtseinkontrolltechniken, eingesetzt um den Verstand zu kontrollieren. Sie machen einen wesentlichen Teil der Indoktrination eines jeden Scientologen aus.
 
Ethik
 
Die ,,Ethik„ von Scientology ist ein sehr gut ausgearbeitetes System, um das Verhalten zu verändern. Jedem Scientologe wird ein ethischer Zustand zugeordnet, abhängig von dessen Produktionsstatistik. Wenn die Person ein ,“guter“ Scientologe ist und gute Statistiken vorweist, wird ihm/ihr ein hoher ethischer Zustand zugeordnet. Wenn jedoch die Statistiken nachlassen, werden niedrigere ethische Zustände zugeordnet und strenge Strafen werden erteilt. Wenn jemand anfängt, gegen das System aufzubegehren oder Zweifel hegt und austreten möchte, wird ihm ein noch niedrigerer Zustand zugeordnet und er muß eine vorgeschriebene Stundenzahl Wiedergutmachungsarbeiten leisten, welche normalerweise während der üblichen Schlafzeit zu leisten sind. Einen Menschen seines Schlafes zu berauben, ist eine sehr wirksame Methode, ihn angreifbar und formbar für weitere Bewußtseinskontrolle zu machen.
 
Gefühlskontrolle
 
„,Die Ausschließung von Scientology bedroht Sie mit ewiger Vergessenheit“` — L. Ron. Hubbard – Einführung in die Ethik von Scientology
 
Die größte Angst jedes indoktrinierten Scientologen ist es, aus Scientology hinausgeschmissen zu werden und zum “Unterdrücker“ erklärt zu werden. Die Schriften von L. Ron Hubbard sind voll von Geschichten über Menschen, die krank oder verrückt werden oder sterben, nachdem sie Scientology verlassen haben.

Jede Ausübung (einer Religion/Weltanschauung) außer Scientology führt nur zu weiterer Dunkelheit und weiterem Elend. Der Scientologe erträgt und steckt jede Form von ,,Ethik„-Mißhandlung ein, da er indoktriniert wurde zu glauben, daß jede ihm zugeteilte Bestrafung nichts im Vergleich zu dem ist, was er erleiden müßte, wenn er von Scientology ausgeschlossen würde.

Scientologen wird Furcht davor eingeredet, mit Aussteigern zu reden. Ihnen werden Prospekte zu lesen gegeben, welche ihnen beschreiben, wie sie von „Deprogrammieren“` gewaltsam verschleppt, unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und physisch mißbraucht werden
 
Gedankenkontrolle
 
Redefinierte Sprache. Von allen heute existierenden Sekten hat Scientology eines der kompliziertesten Systeme Redefinierter Sprache. Wenn ein Außenstehender zufällig zwei sich unterhaltende Scientologen hörte, würde er wahrscheinlich nicht verstehen, was gesagt wird. Redefinierte Sprache besteht aus Worten oder Ausdrucksweisen, welche die menschliche Denkfähigkeit umgehen. Zum Beispiel werden alle Informationen, die gegen Scientology sprechen, so wie z.B. das, von Scientologen als „entheta“ (chaotisch, verwirrt) bezeichnet. Folglich, wenn ein Scientologe mit Informationen, die gegen Scientology sind, konfrontiert wird, kommt ihm sofort das Wort „entheta“ in den Sinn und er wird die Informationen nicht untersuchen und kritisch darüber nachdenken, weil das Wort ,,entheta„ seine Fähigkeit, dies zu tun, kurzgeschlossen hat. Dies ist nur ein Beispiel für viele, viele scientologische Ausdrücke.
 
Eine andere Methode, um kritisches Denken über Scientology schon im Ansatz zu verhindern, ist der Person zu erzählen, daß kritische Gedanken zeigen gleichbedeutend ist, als gegen die Gruppe gesündigt zu haben. Auf scientologisch heißen diese Sünden „,Overts“ und das Verschweigen (withholding). Wenn jemand kritisch wird oder austreten will, wird er endlosen Verhören, sog. „security checks“ (Sicherheitsüberprüfungen) ausgesetzt, wo er alle overts und withholds gestehen muß. Es wird für ihn bald einfacher, von vorneherein keine kritischen Gedanken mehr zu haben, so das man nicht durch diese Überprüfungen muß, welche sehr unangenehm werden können.
 
Gewöhnlich sind die Doktrinen der Sekte absolutistisch und trennen alles in ‚Schwarz gegen Weiß‘, ‚wir gegen sie‘. Alles Gute ist im Sektenoberhaupt und in der Gruppe verkörpert, alles Schlechte in der Außenwelt. Die Gruppe hat den Anspruch, alle Antworten auf alle Probleme und Situationen bereitzuhalten. Ein Anhänger braucht nicht selbst zu denken; die Doktrin übernimmt das Denken für ihn.
 
Informationskontrolle
 
Täuschung und das Zurückhalten von Informationen. Verbot, kritische Informationen zu lesen.

Wie alle Sekten hat auch Scientology verschiedene Wahrheiten für Innen- und Außenstehende. Außenstehenden werden Dinge, die sie problemlos akzeptieren können erzählt und potentiellem Nachwuchs wird nicht die Wahrheit über die tatsächliche Lehre von Scientology erzählt. Hubbard rechtfertigte dies dadurch, daß Menschen Dinge löffelweise erzählt bekommen müssten, um sie richtig zu verstehen, sonst würden sie einfach durch die zu fortgeschrittenen Konzepte überwältigt und würden aussteigen.

Scientology erzählt den Einsteigern, daß Scientology vollständig kompatibel mit allen Religionen sei; jedoch schreibt Hubbard in seinen Schriften über fortgeschrittene Grade, daß praktisch alle Religionen irgendeiner Art auf diesem Planeten ,,die Versklavung der gesamtem Menschheit bringen“ werden.
 
Unzweifelhaft kontrolliert Scientology alle vier!
 

Quellen:

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